20 Jahre Biologika – wie innovative Medikamente die Rheumatherapie revolutionierten

20 Jahre Biologika – wie innovative Medikamente die Rheumatherapie revolutionierten

Mit der Zulassung des ersten Biopharmazeutikums zur Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen brach 1999 ein neues Zeitalter in der Rheumatherapie an.

Bedeutete Rheuma damals noch für viele Patienten, dass sie ihren Beruf aufgeben und starke Gelenkdeformationen, oft sogar ein Leben im Rollstuhl fürchten mussten, sind solche extremen Verläufe heute selten – dank innovativer Wirkstoffe und gezielter Therapien.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten kamen zahlreiche dieser sogenannten Biologika oder biopharmazeutischen krankheitsmodifizierenden antirheumatischen Medikamente (bDMARDs) auf den Markt, die diese effektive Therapie für immer mehr Betroffene verfügbar machten. Biologika sind gentechnisch hergestellte Eiweiße, die mit Hilfe lebender Zellkulturen gewonnen werden und körpereigenen Eiweißen stark ähneln. Sie greifen gezielt in Signalwege des Immunsystems und die überschießende Entzündungsreaktion ein, also die Ursache der Gelenkentzündung. Die Entzündung wird gestoppt, Schmerzen und Schwellungen der Gelenke gehen zurück.

So funktionieren Biologika heute

Die heute verfügbaren Biologika setzen an ganz verschiedenen Faktoren in der Entzündungsentstehung an. So hemmen die Wirkstoffe Adalimumab, Certolizumab Etanercept, Golimumab und Infliximab den Botenstoff TNF-alpha, der in der Entzündungskaskade von Rheuma eine große Rolle spielt. Abatacept blockiert die Aktivierung von T-Lymphozyten, Belimumab und Rituximab zerstören bestimmte B-Lymphozyten, Anakinra und Canakinumab wirken gegen Interleukin-1, Tocilizumab blockiert Interleukin-6 und Sarilumab den Interleukin-6-Rezeptor, Ixekizumab und Secukinumab wirken gegen Interleukin-17A und Ustekinumab gegen die Interleukine 12 und 23, Denosumab und Teriparatid greifen in den Knochenstoffwechsel ein.

Respekt vor Biologika

Allerdings haben diese Medikamente nicht nur unterschiedliche Angriffspunkte, sondern ebenso vielfältige Nebenwirkungen auf ganz verschiedene Organe und Körperfunktionen, die sehr viel Erfahrung von allen behandelnden Ärzten dieser Patienten erfordern. Biologika kommen deshalb erst zum Einsatz, wenn die Wirkung der Basismedikamente nicht ausreicht. Nach der Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie sollte nach Diagnose einer Rheumatoiden Arthritis zunächst eine Therapie mit konventionellen Medikamenten wie Methotrexat begonnen werden. Spricht der betroffene Patient nur unzureichend darauf an, können zusätzlich im Verlauf Biologika zum Einsatz kommen oder auch zielgerichtete synthetische Wirkstoffe. Diese erst seit 2017 verfügbaren Medikamente haben den Vorteil, dass sie, anders als die Biologika, nicht gespritzt, sondern als Tabletten eingenommen werden.

Einige Patienten bleiben damit auf Dauer beschwerdefrei und können die Medikamente sogar wieder ausschleichen – eine vor zwanzig Jahren unvorstellbare Entwicklung.

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