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Endokrinologie, Lipidambulanz, Diabetologie

Funktionsstörungen der Schilddrüse, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes Mellitus sind häufige Erkrankungen im Bereich Endokrinologie („Lehre von den Hormonen“).

Aber es geht um weit mehr als Hormone: Cholesterin-Erhöhungen z.B. führen zur Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) und begünstigen das Auftreten von Herzinfarkten und Schlaganfällen. Prof. Dr. med. Beil ist Endokrinologe und hat in diesem Bereich jahrelang im Universitätsklinikum Eppendorf geforscht, ist Mitglied im European Atherosclerosis Society und der American Heart Association.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen haben! Wir informieren Sie gern über unsere Praxis für Endokrinologie, Lipidambulanz und Diabetologie die mit unserem erfahrenen Arzt  Prof. Dr. Ulrich Beil vertreten ist!

Stoffwechsel-Erkrankungen und Hormone

Die Endokrinologie beschäftigt sich mit hormonellen und Stoffwechsel-Erkrankungen. Bei Hormonen handelt es sich um Botenstoffe, die zahlreiche Körperfunktionen steuern. Sie werden in den körpereigenen Drüsen wie z.B. der Schilddrüse, Hirnanhangdrüse oder den Nebennieren gebildet. Auch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und erhöhte Blutfettwerte sind Domäne der Endokrinologie.

Zahlreiche Allgemeinphänomene wie chronische Müdigkeit, leichte Erregbarkeit, ungewollte Gewichtszunahme oder auch -abnahme, Lustlosigkeit, Herzrasen, vermehrtes Schwitzen und viel mehr können ihren Ursprung in einer hormonellen Fehlfunktion haben. Auch eine Dysbalance der Sexualhormone wie ein Östrogen- oder Testosteronmangel kann einen großen negativen Einfluß auf den Alltag nehmen.

Unbehandelte Stoffwechselerkrankungen wie ein Diabetes mellitus oder erhöhte Cholesterinwerte begünstigen u.a. die Entstehung von Arteriosklerose, also die Verkalkung von Blutgefäßen. Grundsätzlich steigt in solchen Fällen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfälle oder Herzinfarkte, aber auch andere Organe wie die Niere, das Nervensystem oder die Augen können Schaden nehmen, so dass eine optimale Einstellung von Blutzucker und Blutfetten angestrebt werden sollte.

Unsere Diagnostik

  • Diagnostik und Therapie von Fettstoffwechselstörungen
  • Statinintoleranz
  • Genetik der Hyperlipidämien

Krankheitsbilder

  • Hypophysenerkrankungen
  • Nebennierenerkrankungen
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Nebenschilddrüsenerkrankungen
  • Diabetes Mellitus Typ I und II
Endokrinologie-MEDIZINICUM-Hamburg

Auf diesem Gebiet sind Expertenkenntnisse im MEDIZINICUM auf universitärem Niveau gegeben.

Um die einander beeinflußenden Regelkreisläufe der verschiedenen hormonellen Achsen und Stoffwechselvorgängen optimal bewerten zu können, bedarf es ausgewiesener Expertenkenntnisse, die bei uns im MEDIZINICUM auf universitärem Niveau gegeben sind. Moderne Therapieansätze beeinflussen Ihre Lebensqualität positiv, so unterstützt Sie z.B. eine moderne Diabetestherapie beim Gewichtabnehmen.

Rasch können sich die Kollegen unseres endokrinologischen Teams einen Überblick über Ihr individuelles Profil verschaffen. Dabei greifen Sie auf umfassende Labortests zurück, aber auch auf die zahlreichen sonographischen Optionen, die unser Haus vorhält, wie Sonographien der Bauchorgane, Halsschlagadern oder Schilddrüse. Bei unklaren Konstellationen wie z.B. Adenomen der Nebennieren oder der Hirnanhangdrüse ist weitere radiologische Diagnostik erforderlich wie z.B. MR-Bildgebung, die kurzfristig bei uns im Haus organisiert werden kann. Zudem besteht ein enges Netzwerk mit Fachzentren für Nuklearmedizin, die im Falle von Schilddrüsenknoten eine sogenannte Schilddrüsenszintigraphie für die Bewertung von „heißen“ oder „kalten“ Knoten vornehmen können.

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Unsere Therapie

Im MEDIZINICUM wird ein Diagnostik- und Therapieplan bei Statinintoleranz angeboten. Dazu ist eine gezielte Diagnostik notwendig, um die Statinintoleranz von anderen Erkrankungen abzugrenzen, die ähnliche Symptome machen können.

Zum Thema „Hintergrund“, „Statin-assoziierte Muskelsymptome (SAMS)“, die „Definition von Statinintoleranz“ und „Risikokonstellationen bei Statinintoleranz“, lesen Sie gern mehr (siehe unten):

Die Therapie mit Statinen (Cholesterinsenker) ist in der Vorbeugung und Behandlung von Kardiovaskulären Erkrankungen sehr wirksam. Sie führt bei langfristiger Therapie nach bereits eingetretenem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu für den Patienten wichtigen Erfolgen:
je länger und konstanter, desto weniger erneute Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Herzkatheteruntersuchungen.

Viele Patienten berichten aber leider über Muskelschmerzen nach kurzer oder längerer Therapie mit Statinen. Diese Symptome werden mit anderen Nebenwirkungen einer Statintherapie unter dem Begriff der „Statinintoleranz“ zusammengefasst. Wenn auch ein anderes Statin in geringer Dosis nicht toleriert wird, kommt häufig auch ein anderer Lipidsenker wie Ezetimib zur Anwendung. Das ist als Einzeltherapie meistens aber nicht so effektiv.
Im Herbst 2015 sind nun neue Lipidsenker zur Therapie von Fettstoffwechselstörungen zulassen worden, sogenannte PCSK9 Hemmer. Diese Antikörper gegen PCSK9 (Alirocumab, Evolucumab) werden 2-4 wöchentlich s.c. injiziert und können LDL cholesterinwerte etwa um 50% senken, auch bei Vorbehandlung durch andere Lipidsenker. Die neuen Medikamente sind auch für die Indikation „Statinintoleranz“ zugelassen; daher ist es wichtig zu wissen, was man eigentlich unter „Statinintoleranz“ versteht.

Eine der häufigsten Beschwerden der Patienten unter einer Statintherapie sind Muskelbeschwerden (Myalgien) ohne Erhöhung der Kreatinkinase (CK ist ein Muskelenzym), CK werte bis 600 sind häufig asymptomatisch und werden häufig auch nach körperlicher Anstrengung bei Gesunden ohne Statintherapie beobachtet. Dagegen sind „Myositis, Myopathie und Rhabdomyolyse“ mit Erhöhungen der CK (Normalwert <180 U/l) , in Extremfällen CK >10.000, verbunden.

Da Muskelbeschwerden mit und ohne Erhöhung der CK aber auch bei einer Vielzahl anderer Erkrankungen wie Rheuma, Schilddrüsenerkrankungen, Elektrolytstörungen, Störungen des Kalzium und Vitamin D Stoffwechsels usw vorkommen, sollten diese Erkrankungen und Stoffwechselstörungen ausgeschlossen bzw. therapiert sein. Dazu ist internistische, endokrinologische und rheumatologische Expertise notwendig, die wir anbieten. Danach wird eine individuelle, wissenschaftliche fundierte Therapieempfehlung zur Lipidtherapie unter Beachtung aller Risikofaktoren ausgesprochen. Unser Diagnostikangebot bezieht sich auf die Empfehlungen im Consensus Paper der Europäischen Atherosklerosegesellschaft (Eur Heart Journal 2015) sowie Stellungnahmen von internationalen Lipidspezialisten (Journal of Clinical Lipidology 2014, Arch Med Sci 2015).

  1. Intoleranz von zwei verschiedenen Statinen, wobei ein Statin in niedrigster Startdosis (5-10 mg) und das andere Statin in jeglicher Dosis nicht toleriert werden.
  2. Die Statinintoleranz ist assoziiert mit Nebenwirkungen, die mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auf das Statin zurückzuführen sind oder die Intoleranz ist assoziiert mit signifikanten Biomarkerabnormalitäten (CK Erhöhungen, Leberwerterhöhung, Niereninsuffizienz).
  3. Unter Dosisreduktion oder bei Beendigung der Statintherapie bessern sich diese Biomarker oder normalisieren sich.
  4. Die Symptome oder Biomarkerabnormalitäten sind nicht durch Interaktionen mit anderen Medikamenten oder andere bekannte Risikokonstellationen bedingt (z.B. rheumatische Erkrankungen, Vitamin D-Defizienz, Schilddrüsenfunktionsabweichungen, extreme körperliche Belastung).

Lebensumstände

  1. Alter und Gebrechlichkeit
  2. Exzessiver Alkoholkonsum
  3. Exzessive körperliche Anstrengung
  4. Grössere Operationen
  5. Akute schwere Infekte, Virusinfekte

Andere Erkrankungen und Medikamente

  1. Rheumatische Erkrankungen und Therapien wie Polymyalgia rheumatica, Myositis, systemischer Lupus erythematosus
  2. Eingeschränkte Nierenfunktion (CDK 3 – 5) oder Leberfunktion
  3. Vitamin D-Defizienz, sekundärer oder primärer Hyper-und Hypoparathyreoidismus
  4. Cushingsyndrom, Cortisontherapie
  5. Hypothyreose, seltener Hyperthyreose
  6. Alle Medikamente, die den Abbau von Statinen hemmen können (CYP3A4 hemmer wie Makrolide, Ketoconazol, Calcium Antagonisten, HIV-und HCV Protease Inhibitoren), Drogen und
  7. Hochdosis Statintherapie

Genetische Faktoren

  1. Varianten in Genen für Muskelerkrankungen
  2. Varianten in Genen, die die Pharmokinetik von Statinen beeinflussen können wie SLCO1B1

Welche Patienten sollten genetisch getestet werden?

  1. Patienten mit einer schweren Myopathie in der Vorgeschichte.
  2. Patienten mit Statin assoziierten Muskelsymptomen, deren Symptome mehr als 6 Monate nach Absetzen der Therapie fortbestehen.
  3. Patienten mit Statin-assoziierten Muskel Symptomen (SAMS) und CK > 4-fach oberhalb der oberen Norm.
  4. Patienten mit SAMS und positiver Familienanamnese hinsichtlich Myopathien.

Unser behandelnder Arzt

Prof. Dr. med. F. Ulrich Beil
Fachärztin für Innere Medizin
und Endokrinologie

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