Frau PD Dr. Viola Andresen, Reizdarmexpertin im Bauchzentrum MEDIZINICUM, berichtet von der finalen Arbeitssitzung zur Erstellung des „Rom V“-Updates (Rome-Foundation zur Erforschung von funktionellen Verdauungskrankheiten).

Unsere Reizdarmexpertin Frau PD Dr. Viola Andresen ist Mitglied der internationalen Rome-Foundation zur Erforschung von funktionellen Verdauungskrankheiten (bzw. neu: von Erkrankungen der Darm-Hirn-Achse). Ende November hat sie in Rom als eine von etwa 140 internationalen WissenschaftlerInnen an einer finalen Arbeitssitzung zur Erstellung des „Rom V“-Updates teilgenommen.

Reizmagen, Reizdarmsyndrom und chronische Verstopfung gehören weltweit zu den häufigsten Verdauungskrankheiten. Sie sind die wichtigsten Diagnosen der sogenannten funktionellen Erkrankungen des Verdauungstraktes („Functional Gastrointestinal Disorders“-FGID), die dadurch gekennzeichnet sind, dass Menschen chronische, zum Teil sehr beeinträchtigende Beschwerden im Magen-Darm-Bereich haben, man aber in den herkömmlichen medizinischen Routine-Untersuchungen keine Erklärung für die Symptome findet.

Um diese häufigen Krankheitsbilder besser zu verstehen und die Diagnose- und Behandlungs-Situation von Betroffenen weltweit zu verbessern, wurde vor fast 30 Jahren von einer kleinen Gruppe hoch-engagierter Darm-Experten die Rome-Foundation gegründet (theromefoundation.org), die sich als internationale, unabhängige Non-Profit-Organisation der Erforschung und Lehre von funktionellen Verdauungskrankheiten widmet. Inzwischen hat sich die Rome-Foundation erheblich vergrößert. Immer mehr Experten, und zwar sowohl Grundlagen-Forscher als auch klinische Wissenschaftler und Behandler, haben über die Jahre bereits viermal große wissenschaftliche Abhandlungen erarbeitet, in denen jeweils die neuesten Erkenntnisse zur Krankheitsentstehung und zu den neuesten therapeutischen Entwicklungen zusammengetragen wurden. Das wachsende Krankheitsverständnis führte inzwischen auch zu einer Umbenennung der funktionellen Verdauungskrankheiten in ‚Erkrankungen der Darm-Hirn-Achse‘ („Disorders of Gut-Brain-Interaction“-DGBI). Ein wichtiger Bestandteil dieser Rom-Abhandlungen (durchnummeriert Rom I bis Rom IV) sind die Rom-Diagnose-Kriterien, die die Grundlage für eine einheitliche Diagnose-Stellung bilden und als Standard für wissenschaftlichen Studien in diesem Bereich zählen.

Da die Wissenschaft stetig im Fluss ist, wird aktuell an der nächsten Abhandlung gearbeitet: an Rom V.  Über 140 internationale Experten der Rom-V-Kommission hatten hierzu Ende Juni in Rom ein mehrtägiges Arbeitstreffen, an dem auch die deutsche Reizdarmexpertin und Koordinatorin der deutschen Behandlungsleitlinien für Reizdarmsyndrom und Obstipation, Frau PD Dr. Viola Andresen aus dem MEDIZINICUM in Hamburg, teilgenommen hat und die schon seit vielen Jahren in verschiedenen Projekten der Rome Foundation aktiv gewesen ist. Die Teilnahme am Rom-Prozess bedeutet auch für den Alltag in der Patientenversorgung eine große Bereicherung, denn die Patienten profitieren von den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Im Bauchzentrum am MEDIZINICUM in Hamburg können PatientInnen mit Reizdarm oder Reizmagen-Beschwerden kompetente Ansprechpartner zur sicheren Diagnose-Stellung und zur multimodalen Therapie-Optimierung finden.

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