Sklerodermie: Grundlagen und neuer Biomarker

Sklerodermie: Grundlagen und neuer Biomarker

Die systemische Sklerodermie ist eine seltene, nicht heilbare Autoimmunerkrankung, die mit einer zunehmenden Verhärtung der Haut sowie einer Fibrose innerer Organe einhergeht. Einen Beitrag zur Erforschung der Entstehung und Entwicklung dieser seltenen Krankheit veröffentlichte jetzt ein internationales Autorenteam (Erstautor: Lenny van Bon, Boston School of Medicine) in dem renommierten New England Journal of Medicine. Bei der Untersuchung von Grundlagen der un-heilbaren Autoimmunerkrankung, konnte auch ein neuer Aspekt der Entstehung beschrieben werden.

So konnten die Wissenschaftler zeigen, dass das Chemokin CXCL4, das vorherrschende Signalprotein ist, das bei Patienten mit einer systemischen Sklerodermie durch bestimmte Zellen des Immunsystems (plasmazytoide dendritische Zellen) vermehrt produziert wird. Je höher die Konzentration des Chemokins im Blutserum, desto schwerer war die Erkrankung der Patienten im Hinblick auf Haut- und Lungenfibrose sowie Bluthochdruck des Lungenkreislaufes.

Das Chemokin CXCL4 kann als Biomarker für die Krankheit herangezogen werden, so die Autoren. Die Entstehung der Sklerodermie ist aber weiterhin nicht vollständig erforscht und bedarf daher weiterer Studien. (Original Publikation: New England Journal of Medicine, 2014: 30; 433-43.)(Quelle und weitere Informationen: www.uniklinik-duesseldorf.de

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