Systemischer Lupus Erythematodes – Diagnostik

Systemischer Lupus Erythematodes – Diagnostik

Erkrankungen mit vielfältigen und variablen Manifestationen bringen immer Schwierigkeiten beim Stellen einer sicheren und raschen Diagnose mit sich. Ein systemischer Lupus erythematodes ist nicht leicht zu diagnostizieren. Häufig beginnt die Krankheit schleichend und ähnelt, aufgrund vielfältiger Krankheitszeichen anderen Erkrankungen. In jedem Fall, sollte – bei Lupus-ähnlichen Anzeichen und unklarer Diagnose – ein internistischer Rheumatologe aufgesucht werden. Dieser kann alle notwendigen Untersuchungen veranlassen. Dabei ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen wie z.B. Haut-, Herz und Nierenspezialisten notwendig. Einen einzelnen diagnostischen Befund gibt es für den SLE nicht. Die Diagnose beruht auf klinischen und serologischen (Blutparameter) Bausteinen. Die ACR-Klassifikationskriterien erleichtern die Einordnung der Symptome und Befunde als SLE, sie sind aber keine primären Diagnosekriterien.

ACR-Klassifikationskriterien:

  • Schmetterlingserythem (typ. Gesichtsrötung)
  • Diskusähnliche Hautveränderungen, kreisrunde rote Hautflecken
  • Lichtempfindlichkeit, d.h. anhaltende Hautrötungen wie bei einer Sonnenallergie
  • Rezidivierende Geschwüre im Mund (orale Aphten) ohne sonstige Ursachen
  • Sonst nicht erklärte Gelenkschwellungen (Arthritiden)
  • Rippen- oder Brustfellentzündung, Herzbeutelentzündung
  • Nierenentzündungen mit Eiweiß und Blut im Urin
  • Krampfanfälle oder Psychosen (nicht durch Medikamenteneinnahme oder Stoffwechselstörungen bedingt)
  • Unklare anhaltende Verminderung der roten oder weißen Blutkörperchen oder der Blutplättchen (Leukopenie bzw. Thrombopenie)
  • Eindeutige Antikörpertests: (Anti-dsDNA-Antikörper, Anti-Sm-Antikörper, Antiphospholid-Antikörper)
  • Positive antinukleäre Antikörper (ANA), die nicht durch Medikamente oder andere Erkrankungen verursacht sind.

Um einen SLE sicher zu diagnostizieren sind u.U. eine ganze Reihe unterschiedlicher Methoden notwendig auch um ggf. Organbeteiligungen zu ermitteln. Neben einer umfassenden Blut- und Urinuntersuchung, gehören dazu auch die bildgebende Diagnostik wie Röntgen, Sonografie und MRT, EKG und Echokardiografie, Endoskopie und Kapillaroskopie.

Basis-Laboruntersuchungen beim SLE:

  • BSG, CRP
  • Blutbild, Differenzial-Blutbild
  • Kreatinin
  • Leberwerte, LDH
  •  Komplemente C3, C4, CH50
  • Urin-Status (dysmorphe Erythrozyten), 24-h-Sammelurin

Allgemeines Labor:

Die Erhöhung der Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (BSG) und ein erhöhter Gehalt verschiedener Antikörper im Blut (polyklonale Hypergammaglobulinämie) sind Ausdruck eines chronisch-entzündlichen Prozesses. Das C-reaktive Protein (CRP) ist oft – auch bei höherer Krankheitsaktivität – nur gering erhöht oder normwertig. Verminderungen der Anzahl von Immunzellen im Blut wie z.B. Leukopenie, Thrombozytopenie und Anämie (Blutarmut) sind häufig zu finden. Zirkulierende (Auto-)Antikörper binden korrespondierende Antigene und können Komponenten des Komplementsystems aktivieren und verbrauchen Dies führt zum Abfall bestimmter Komplementfaktoren im Blut (C3- und C4-Erniedrigung) und wird als Zeichen von Krankheitsaktivität gewertet.

Immunologische Diagnostik:

Typisch für den SLE ist die Produktion einer Reihe von Autoantikörpern. Während der Nachweis von antinukleären Antikörpern (ANA) fast immer gelingt, aber relativ unspezifisch ist, sind Antikörper gegen doppelsträngige DNA (dsDNA-AK), Antikörper gegen das Smith-Antigen, weitaus spezifischer für den
SLE. Weitere Antikörper können sein: ssDNA, Histon-AK, SSA-AK, SSB-AK.

Urinuntersuchung:

Der Nachweis einer sogenanten Proteinurie (Eiweißausscheidung im Urin) sollte eine weitere Analyse zur Folge haben. Der Nachweis von dysmorph (verformt) geformten Erythrozyten und Protein im Urin können für eine Mitbeteiligung der Nieren sprechen.

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