Lungenkrankheiten Hamburg

Erkrankungen des Herzens

Herzklappenerkrankung

Das Herz regelt den Blutfluss durch vier Herzklappen. Normalerweise wirken die Herzklappen wie Ventile, die den Blutfluss nur in eine Richtung zulassen. Verengen sich diese Klappen, können sie sich nicht mehr komplett öffnen. Leiern die Klappen dagegen aus, besteht eine Undichtigkeit.

Eine Erkrankung der Herzklappen kann lange Zeit ohne Symptome verlaufen. Warnsignale können dann eine plötzliche Bewusstlosigkeit (Synkope) oder die Entwicklung einer Herzinsuffizienz sein. Herzklappenerkrankungen können aber auch sehr schnell entstehen und sind dann meist schlagartig mit Beschwerden wie Luftnot, Wassereinlagerung in den Beinen oder Brustschmerzen verbunden.

Erste Hinweise für eine Herzklappenerkrankung ergeben sich beim Abhören des Herzens. Die definitive Diagnose und die Bestimmung des Schweregrads gelingt mittels eines Herz-Ultraschalls (Echokardiographie).

Ob ein Herzklappenfehler schnell chirurgisch oder minimalinvasiv per Kathetereingriff repariert werden sollte, wird häufig vom Grad der Beschwerden der Patientin/des Patienten abhängig gemacht. Gelegentlich kann bei weitgehendem Fehlen von Beschwerden eine Klappe dennoch so schwer geschädigt sein, dass ein Eingriff dringend nötig ist. 

Die Kontrollintervalle hängen von den Beschwerden der Patientin/des Patienten und dem Grad der Klappenerkrankung ab. Einen stabilen Verlauf vorausgesetzt, sollte eine Kontrolle in 6-monatigen bis 12-monatigen Intervallen erfolgen.

Herzschwäche (Herzinsuffizienz)

Eine Herzschwäche liegt vor, wenn das Herz nicht mehr fähig ist, die Blutmenge zu pumpen, die nötig ist, um alle Organe mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. Eine Herzschwäche entsteht selten plötzlich. Meist entwickelt sie sich schleichend, über Monate bis Jahre. Eine sich schnell entwickelnde Herzinsuffizienz ist ein medizinischer Notfall.

Häufigste Ursache für eine Herzschwäche sind ein lang bestehender Bluthochdruck und eine koronare Herzerkrankung beziehungsweise ihre Folge, der Herzinfarkt. Daneben gibt es noch eine Vielzahl seltenerer Ursachen, zum Beispiel Herzklappenerkrankungen, zu niedrige oder zu hohe Herzfrequenz, Herzmuskelerkrankungen wie Kardiomyopathien oder Herzmuskelentzündungen (Myokarditis).

Symptome sind eine verminderte Leistungsfähigkeit und eine vermehrte Müdigkeit der Betroffenen. Unter Belastung und flacher Lagerung tritt eine Atemnot auf. Im Bereich der Knöchel lagert sich Flüssigkeit ein, was zu einer schnellen Gewichtszunahme führen kann.

Die ersten Hinweise für eine Herzerkrankung ergeben sich häufig im Gespräch mit der Patientin/dem Patienten. Die Diagnose wird dann durch den EKG-, den Echokardiographie- und den Herzkatheterbefund bestätigt. 

Wird eine schwere Herzschwäche diagnostiziert, erfolgt eine stationäre Einweisung zur Diagnostik und Therapie. Ziel der medikamentösen Therapie und der Veränderung des Lebensstils ist es, das Herz zu entlasten. Hierdurch verbessern wir die Prognose, die Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität. Im Weiteren wird dann versucht, die Ursache der Herzschwäche zu beseitigen (zum Beispiel Herzklappenerkrankung, koronare Herzkrankheit). Sehr wichtig ist eine optimale Einstellung der Herz-Kreislauf-Risikofaktoren.     

Die Kontrollintervalle hängen von den Beschwerden der Patientin/des Patienten und der Ursache der Erkrankung ab. Einen stabilen Verlauf vorausgesetzt, sollte eine Kontrolle in 6-monatigen bis 12-monatigen Intervallen erfolgen.

Koronare Herzkrankheit (KHK)

Die koronare Herzkrankheit führt zur Verengung der Herzkranzgefäße, der Arterien, die den Herzmuskel mit Sauerstoff versorgen. Meist ist die Ursache eine »Verkalkung« der Gefäße (Atherosklerose). Eine Verengung oder ein Verschluss der Herzkranzgefäße kann zu belastungsabhängigem Engegefühl in der Brust, gelegentlich mit Ausstrahlung der Schmerzen in den linken Arm, führen (Angina pectoris). Aus einem plötzlichen Verschluss eines Kranzgefäßes resultiert oft ein Herzinfarkt (Myokardinfarkt), bei dem Herzmuskelgewebe unwiederbringlich abstirbt und der tödlich sein kann.

Warnsignale für eine KHK sind ein belastungsabhängiges Engegefühl in der Brust, belastungsabhängige Luftnot, plötzliche Bewusstlosigkeit (Synkope) und Herzrhythmusstörungen.

Die Diagnosestellung erfolgt in unserer Praxis über einen Belastungstest, zum Beispiel ein Belastungs-EKG, bei dem das Auftreten von charakteristischen Veränderungen der Herzstromkurve eine koronare Herzkrankheit identifiziert. Alternativ wird ein Stress-Echo oder eine Myokardszinthigraphie durchgeführt. Zeigt der Belastungstest einen auffälligen Befund, wird eine zeitnahe Herzkatheteruntersuchung veranlasst. 

Die Behandlung besteht aus einer medikamentösen Therapie und, im Fall einer symptomatischen koronaren Herzkrankheit, aus einer Wiederherstellung eines normalen Blutflusses in den herzversorgenden Kranzarterien. Dafür werden im Rahmen eines mit einem speziellen Röntgen-Kontrastverfahren (Koronarangiographie) kombinierten katheterbasierten Eingriffs die Engstellen der Gefäße mithilfe eines Ballons oder Stents (einer flexiblen Gefäßstütze) aufgedehnt.

Die Kontrollintervalle hängen von den Beschwerden der Patientin/des Patienten ab. Die Risikofaktoren in die Zielbereiche zu senken dauert je nach Schwere der Erkrankung unterschiedlich lange. Einen stabilen Verlauf vorausgesetzt, sollte eine Kontrolle in 6-monatigen bis 12-monatigen Intervallen erfolgen.

Vorhofflimmern

Bei Vorhofflimmern besteht eine Herzrhythmusstörung mit unregelmäßigem und häufig zu schnellem Herzschlag. Von den über Achtzigjährigen sind weltweit etwa 16 Prozent betroffen. Gerade zu Beginn der Erkrankung tritt die Störung anfallsartig auf (paroxysmales Vorhofflimmern) und wird dann häufig von der Patientin/dem Patienten gar nicht bemerkt. Schwere Komplikationen der Erkrankung sind der Schlaganfall (mindestens 15 Prozent aller Schlaganfälle) sowie die Entwicklung einer Herzschwäche.

Vorhofflimmern entsteht durch Schädigung des Herzmuskels. Als Risikofaktoren gelten der Bluthochdruck, hohes Alter, Herzmuskelschwäche, die koronare Herzerkrankung, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Herzklappenfehler, Herzmuskelentzündung, Schilddrüsenüberfunktion und übermäßiger Alkoholkonsum.

Gelegentlich gelingt die Diagnose aus einem einfachen EKG-Streifen. Es gibt aber auch Patientinnen und Patienten, bei denen die Diagnose erst nach mehreren Langzeit-EKGs oder durch einen „Eventrecorder“ (Chip, der unter die Haut geschoben wird und den Herzrhythmus mehrere Monate lang registriert) gestellt werden kann.

Zur Vermeidung von Gerinnselbildung und Schlaganfall erhalten Patientinnen und Patienten mit Vorhofflimmern eine Blutverdünnung in Tablettenform, die langfristig eingenommen werden muss. Darüber hinaus kann es nötig sein, den Herzschlag medikamentös zu bremsen. Gelegentlich gelingt es, Vorhofflimmern mithilfe von Elektroschocks zu beseitigen, meist ist dies dann erfolgreich, wenn die Rhythmusstörung noch nicht lange besteht. Bei längerer Erkrankung kann ein Kathetereingriff (eine Katheterablation) durchgeführt werden.

Die Kontrollintervalle hängen von den Beschwerden der Patientin/des Patienten ab. Einen stabilen Verlauf vorausgesetzt, sollte eine Kontrolle in 6-monatigen bis 12-monatigen Intervallen erfolgen.

Unser behandelnder Arzt

PD Dr. med. Habil. Peter Kuhlencordt
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie sowie Gefäßmedizin (Angiologie) und trägt die Zusatzqualifikation Präventivmediziner.

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