Raynaud-Syndrom erkennen und behandeln

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Das Raynaud-Syndrom, benannt nach dem französischen Arzt Maurice Raynaud, führt zu vorübergehenden Durchblutungsstörungen aufgrund von Engstellen in den Blutgefäßen. Es betrifft oft die kleinen Arterien in den Fingern, aber auch Zehen, Nase und Ohrläppchen können betroffen sein. Diese Engstellen können durch Kälte, Stress oder bestimmte Medikamente verursacht werden und führen zu einem typischen Trikolore-Phänomen: Zuerst werden die betroffenen Stellen weiß, dann blau und schließlich rot.

Es gibt zwei Hauptformen des Raynaud-Syndroms

Primäres Raynaud-Syndrom

Es tritt ohne zugrundeliegende Erkrankung auf und betrifft normalerweise beide Seiten des Körpers symmetrisch. Es ist die häufigste Form und betrifft bis zu 5% der Bevölkerung, hauptsächlich junge Frauen.

Sekundäres Raynaud-Syndrom

Dieses tritt aufgrund organischer Veränderungen auf und kann mit über 40 verschiedenen Erkrankungen verbunden sein. Es betrifft oft nur eine Seite des Körpers asymmetrisch und kann zu schwereren Komplikationen wie Nekrosen führen.

Diagnose

Zur Diagnose können verschiedene Tests durchgeführt werden, wie z.B. eine körperliche Untersuchung, Kälteprovokationstests und Blutuntersuchungen. 

Therapie

Die Behandlung zielt darauf ab, Anfälle zu verhindern und die Lebensqualität zu verbessern. Dazu gehören:

Allgemeine Maßnahmen

  • Schutz vor Kälte und Nässe durch Handschuhe, Taschenofen und wärmende Gelkissen
  • Regelmäßige Bewegung und Wechselbäder zur Vorbeugung von Anfällen
  • Nikotinverzicht und Stressabbau

Spezifische Maßnahmen beim primären Raynaud-Syndrom

  • Medikamente zur Erweiterung der Blutgefäße, um Anfälle zu reduzieren

Spezifische Maßnahmen beim sekundären Raynaud-Syndrom

  • Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung
  • Bei akralen Nekrosen kann eine intravenöse Behandlung mit bestimmten Medikamenten erforderlich sein

Prognose

Die Prognose für das primäre Raynaud-Syndrom ist in der Regel gut, während das sekundäre Raynaud-Syndrom zu schwerwiegenden Komplikationen führen kann. Es ist wichtig, bei anhaltenden Symptomen einen Arzt aufzusuchen, um die richtige Diagnose und Behandlung zu erhalten.

 

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