Ins Gleichgewicht kommen
Von Prof. Dr. Mattias R. Lemke. Erschöpfung gehört zu den häufigsten Beschwerden in der hausärztlichen Versorgung, aber z.B. auch 31 Prozent der Krankenhausärztinnen und -ärzte fühlen sich immer erschöpft, 60 Prozent zunehmend. Verursacht wird chronische Erschöpfung durch anhaltenden Stress, sie ist Begleitsymptom körperlicher und psychischer Erkrankungen.
Ein frühzeitiges Einleiten entsprechender individueller Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen kann eine Verschlimmerung der Symptomatik verhindern und die Genesung fördern.
Erschöpfung ist ein häufiges Beschwerdebild verbunden mit individuellem Leid und großer Bedeutung in Klinik und Praxis. Sie tritt als Symptom körperlicher und psychischer Erkrankungen auf, aber auch als eigenständige Diagnose, besonders im Rahmen stressbedingter Störungen, mit Relevanz für die medizinische Versorgung und Gesellschaft.
Nicht nur aktuell im Rahmen der Corona-Pandemie, auch davor galt Erschöpfung als ein häufiges, den einzelnen Patienten stark beeinträchtigendes Syndrom. Die begriffe Erschöpfbarkeit, Ermüdung, Ermüdbarkeit, Müdigkeit und Fatigue werden oft synonym und nicht klar voneinander abgegrenzt verwendet.
Den vollständigen Beitrag (unter anderem zu den Therapiemöglichkeiten und zur Prophylaxe von Erschöpfung) aus dem Hamburger Ärzteblatt können Sie hier lesen.
Aspekte der Fatigue-Symptomatik
affektiv
- Motivationsverlust
- Interessenreduktion
- Antriebsverminderung
- Angst
- Resignation
- Gereiztheit
- Anspannung
kognitiv
- Konzentrationsstörungen
- Ablenkbarkeit
- Reduktion der Aufmerksamkeit
- reduziertes Reaktionsvermögen
physisch
- Reduktion Leistungsfähigkeit
- Schlafstörungen
- ungewohntes Schlafbedürfnis
- Kraftlosigkeit
- Energielosigkeit